Generationenwechsel und neue Wege: Schule verabschiedet vier prägende Lehrkräfte
Ein bewegender Abschied stand am Mittwoch, dem 29. Juli 2026 an der Eugen-Grimminger-Schule an: Gleich vier verdiente Lehrkräfte verlassen das Kollegium, um sich neuen Lebensabschnitten, beruflichen Herausforderungen oder privaten Leidenschaften zu widmen. Die Schulleitung würdigte im Rahmen einer Feierstunde das herausragende Engagement der Lehrkräfte, die das Profil der Schule über Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt haben.
Nachhaltigkeit auf dem eigenen Hof
Mit Herrn Haag verliert die Schule einen ausgewiesenen Experten für den Bereich Agrarwirtschaft. Als diplomierter Agraringenieur verstand er es stets, seinen Schülerinnen und Schülern nicht nur theoretisches Fachwissen zu vermitteln, sondern auch ein tiefes Bewusstsein für Ökologie zu schärfen. Sein zentrales Anliegen – die Bewohnbarkeit und den Erhalt unserer Erde durch gelebte Nachhaltigkeit – verlagert er nun ganz in die Praxis: Er widmet sich künftig voll und ganz seiner Arbeit als privater Landwirt auf dem eigenen Betrieb.
Eine wohlverdiente Auszeit für die Musik
Musikalisch und harmonisch hinterlässt Frau Lindenmeyer eine spürbare Lücke. Die studierte Musikerin mit Spezialisierung auf Cello und Klavier bereicherte den Schulalltag durch fundierte Stimmbildung. Nach intensiven Jahren der pädagogischen Arbeit verabschiedet sie sich nun in eine wohlverdiente Auszeit, um bei Reisen, Radfahren und Schwimmen neue Kraft zu tanken. Ganz verstummen wird ihre Musik jedoch nicht: Der regionalen Kulturlandschaft bleibt sie glücklicherweise weiterhin als engagierte Chorleiterin erhalten.
Motor für Qualität und Entwicklung
Ein Vorbild in Sachen Schulentwicklung und Struktur war Frau Orth. Nach der Ausbildung zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin folgte der erfolgreiche Weg zur technischen Lehrkraft. An der Eugen-Grimminger-Schule zeichnete sie sich insbesondere als federführende Kraft hinter der Einführung und Pflege des Qualitäts- handbuch(QHB) aus. Mit dieser strukturellen Pionierarbeit wurden Maßstäbe gesetzt, die der Schule auch in Zukunft als stabiles Fundament dienen werden.
Brückenbauerin wechselt in den Unruhestand
Es gibt Dinge, die der Hauswirtschaftsrätin Frau Staudacher den Abschied von der Schule etwas leichter machen, das liegt auch am spürbaren Wandel ihres Fachbereichs – die fortschreitende Digitalisierung und ein stark verändertes, Rollenbild haben die Arbeit in den letzten Jahren stark verändert.
Neben ihrer fachlichen Expertise verliert die Schule mit ihr eine tragende Säule der Gemeinschaft. Als langjähriges Mitglied im Örtlichen Personalrat sowie als engagierte Mitorganisatorin der legendären „Lehrerfeschtle“, Ausflüge und Feiern stellte sie den kollegialen Zusammenhalt stets in den Mittelpunkt. Für die Zeit nach der Schule stehen schon viele private Pläne an: Sie freut sich auf kreative Stunden beim Nähen, die Arbeit im Garten, kostbare Zeit mit den Enkelkindern und eine sportliche Herausforderung – eine große Fahrradtour bis nach Sylt.
Die Schulleitung und das gesamte Kollegium dankten den vier Scheidenden für ihren unermüdlichen Einsatz, die hinterlassenen Spuren und wünschten ihnen für die jeweiligen privaten wie beruflichen Zukunftspläne von Herzen alles Gute.









