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Schulleben & Schulprojekte

Vom Apfel zum Saft

Wie aus dem Apfel am Baum der fertige Saft im Glas wird!

So viele Einschränkungen heuer auch sind – Äpfel auf den Bäumen rund um den Kreckelberg und damit auch das Apfelsaftprojekt der Eugen-Grimminger-Schule in Crailsheim gibt es trotzdem.

Bei diesem Projekt erleben Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen an mehreren Tagen „live“, wie aus dem Apfel am Baum der fertige Saft im Glas entsteht. Mit viel Elan wurde dabei geschüttelt, gesammelt und zurück an die Schule „verschifft“, dann gewaschen, ausgeschnitten, geraspelt und gepresst und schließlich in der Großküche der EGS erhitzt und abgefüllt. Die befüllten 3- und 5-Liter-Beutel verpackten die Schülerinnen und Schüler schließlich in Pappkartons mit der mittlerweile bekannten Aufschrift „Naturtrüber Apfelsaft Marke „Eugen-Grimminger““, welche nun in der Bibliothek der Schule für 5 bzw. 7 Euro (für Schüler günstiger) käuflich zu erwerben sind.

Am letzten Tag des Projekts waren sich die Schülerinnen und Schüler dann einig: Es ist wirklich spannend einmal zu sehen, wie Apfelsaft hergestellt wird, zum Nachmachen zu Hause allerdings viel zu aufwendig! Schön, dass es daher das Projekt in der Schule gibt. 

So zumindest soll in der Zeitung berichtet werden. In „echt“ gibt es jedoch noch viel mehr über das Apfelsaftprojekt und die verschiedenen Arbeitsschritte dabei zu berichten! Aber der Reihe nach: 

Bevor es ans Sammeln geht, muss man natürlich erst einmal samt Körben, Säcken und Arbeitshandschuhen zu den Bäumen kommen (Bilder 1 und 2). Wir fanden unsere Bäume auf dem Kreckelberg unterhalb der Vogelvilla, entlang der Verbindungsstraße nach Beuerlbach sowie bei der Hakro-Arena. Landschaftlich am schönsten war es jedoch vermutlich am Kreckelberg (Bild 13). Bei teilweise schönem Panoramablick konnten die Schülerinnen und Schüler sammeln was das Zeug hielt. Unterstützung hatten sie dabei von den jeweils betreuenden Lehrkräften unter welchen heuer auch Mit-Initiatorin des Projekts Frau Mäurer sein konnte. Sie berichtete, dass sie sich seit das Apfelsaftprojekt vor X Jahren ins Leben gerufen wurde jedes Mal wieder aufs Neue freue, dass das Projekt stattfindet – und noch mehr freue sie sich, wenn sie auch selbst mal wieder das Glück hat, genau an einem Projekttag in einer teilnehmenden Klasse zu unterrichten und somit mitmachen zu dürfen. 

Natürlich muss man bei der ganzen Arbeit auch zwischendrin mal probieren (Bild 9), ob die Äpfel überhaupt taugen, die man da mühsam vom Boden sammelt (Bilder 3, 5, 6, 8, 10) von den Bäumen schüttelt (Bild 7) oder direkt vom bzw. im Baum pflückt (Bild 4). Unschwer zu erkennen, dass hier jeder und jede seinen/ihren Spaß hatte! 

Die in Körben gesammelten Äpfel wurden anschließend in Jutesäcke gefüllt (Bild 11) und die Säcke mittels Schubkarren (Bild 12) oder rein durch Muskelkraft zurück zur Schule gebracht. Dort wartete bereits die zweite der drei Gruppen, in welche die Klassen beim Projekt aufgeteilt wurden, auf die Ausbeute. Ihre Aufgabe war es, die Äpfel zu waschen und schadhafte Stellen auszuschneiden (Bild 14 und 15) – die Reste kamen übrigens nicht in den Müll, sondern wurden in Maischefässern gesammelt, um an Kühe verfüttert zu werden. So entsteht bis auf die Gummihandschuhe für die nötige Hygiene beim nächsten Arbeitsschritt quasi kein Abfall – gelebte Nachhaltigkeit an der Eugen-Grimminger-Schule!

Die Äpfel, die dem strengen Kontrollblick an der Waschstation standhielten, kamen anschließend zunächst in einen Häcksler und die dort entstandenen Stückchen dann in die Presse. Hierfür schichteten Schülerinnen und Schüler mit Gummihandschuhen (Bild 16) die Apfelmasse in einem Metallgestell in spezielle Netz-Tücher, immer vier Pakete, von Kunststoffplatten getrennt. Den Abschluss bildet eine Holzplatte, die dann mittels eines handelsüblichen Wagenhebers mit brachialer Gewalt nach unten gedrückt wird. Der entstehende Saft wurde in 20l-Kanistern gesammelt.

Eine Kostprobe beweist: lecker! 

Von Zeit zu Zeit „störten“ die Mitglieder der dritten Arbeitsgruppe das emsige Treiben in der Werkstatt. Sie entführten die vollen Kanister, um sie in der Großküche der Schule auf exakt 85°C zu erwärmen (Bild 17). Sobald die Temperatur erreicht war, konnte der Saft in drei- und fünf-Liter-Beutel abgefüllt werden (Bild 18) – Stopfen drauf (mit möglichst wenig Luft im Beutel) und ab zum Abkühlen auf die Arbeitsplatte (Bild 19). Zum Schluss fanden die Beutel dann ihren Verweilplatz in den Pappkartons, die selbstverständlich auch erst zusammengefaltet und mit dem Etikett beklebt werden mussten. 

Apfelsaft machen vom ersten bis zum letzten Schritt von Hand sowie Hand in Hand – das lernen die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr aufs Neue an der Eugen-Grimminger-Schule.

Schade nur, dass der Saft meistens schon bis zu den Weihnachtsferien wieder ausverkauft ist!

Impressionen: vom Apfel zum Saft