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Schulleben & Schulprojekte

14 Prüflinge bei der praktischen Abschlussprüfung zum Koch/zur Köchin

Frischgebackene Köche an der Eugen-Grimminger-Schule

Ausbildung – 14 Auszubildende haben in diesem Jahr coronabedingt auf zwei Tage aufgeteilt an der Eugen-Grimminger-Schule ihre praktische Kochprüfung abgelegt. Dafür haben sie über drei Stunden in der Küche köstliche Gerichte gezaubert.

Ob für einen 80. Geburtstag oder eine Firmungsfeier – alle Anlässe und jeden Geschmack muss ein Koch bedienen können. Für die 14 Köchinnen und Köche, die am Mittwoch und Donnerstag, den 15. und 16. Juli 2020 an der EGS ihre Prüfung ablegten, ist das kein Problem. Alle verzauberten die Gäste, die trotz Corona am Essen teilnehmen wollten, mit ihren Künsten.

Ein kurzer Blick in die Küche zeigt angestrengte konzentrierte Köchinnen und Köche, die schnippeln, rühren, würzen, braten und kochen. „Wenn etwas schief geht, muss man eben kreativ werden“, sagt Ahmad Jamal, der im Anne-Sophie-Restaurant in Künzelsau lernt. Diese Spontanität sei aber die einzige, ansonsten ist alles schon lange vorher geplant. Sechs Wochen vor dem Termin bekommen die Köche ihre drei Hauptzutaten genannt, in diesem Jahr waren es Scholle, Kaninchen und Banane – jeweils für die Vorspeise, den Hauptgang und die Nachspeise. Sie kreieren ihre Gerichte, ein Einkaufskorb wird mit den Lehrern Andrea Straub, Andrea Volz und Waldemar Pazurek erstellt und alles Nötige dafür wird eingekauft. „Es ist nicht so wie bei Top Chef, dass man ein Thema bekommt, irgendetwas hat man verfügbar und in 60 Minuten muss ein Top-Gericht fertig sein. Das können die wenigsten. Und selbst bei den besten kommt es auch nur drauf an, ob sie im richtigen Moment eine wirklich gute Idee haben oder nicht“, erklärt Jamal. „Ein guter Koch ist ein Koch, der das Klassische kann, aber seine eigene Note mit reinbringt. Das Traditionelle mit neuen Ideen vereinen, das ist das worauf es ankommt.“ Aus diesem Grund wird er auch weiterziehen, erstmal weg aus Baden-Württemberg, um woanders Erfahrungen zu sammeln und sich weiterentwickeln zu können.

Andere Köchinnen und Köche werden sich anders weiterbilden, Hotelfachmann oder in den Einzelhandel beispielsweise. Der Beruf in der Gastronomie ist hart, sagen sie. So liebt Ian Kochendörfer das Kochen eher privat. „Ich kann mehr ausprobieren und stehe nicht so unter Druck, wenn ich für meine Freunde koche.“ Auch ein Arbeitsablaufplan für dreieinhalb Stunden muss zuhause nicht erstellt werden. Doch das eigentliche Kochen macht allen großen Spaß. Sara Deleo hat zwar nur eine Stunde geschlafen – vor Aufregung – doch sobald das Kochen losging, war sie in ihrem Element.

Am Ende konnte man verschiedene Vorspeisen mit Scholle als Suppe, mit Bulgursalat oder Fenchel, als Hauptgang Kaninchenkeule oder Kaninchenragout mit Gemüsevariationen und zu guter Letzt diverse Desserts wie Bananen-Schoko-Mousse oder kleine Kokos-Bananen-Küchlein an Granatapfeljus verköstigen. Ein Tag für Leib und Seele.

Geholfen haben den Köchen fleißige Schülerinnen aus der 2BFS, der zweijährigen Berufsfachschule. Sie übten sich im Servieren, Abräumen oder Reinigen. 

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