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Erlebnispädagogik & Kletterwand

ERLEBEN - GESTALTEN - STÄRKEN

Die Erlebnispädagogik hat einen hohen Stellenwert an der Eugen-Grimminger-Schule nach unserem Motto Erleben, Gestalten, Stärken.

Als ihr geistiger Vater gilt Kurt Hahn, der in den 1920ern an seiner Schule „Salem“ am Bodensee, Ideen von Jean-Jacques Rousseau, John Dewey, Herman Lietz und Henry David Thoreau zu einem Konzept vereinte.

 In In der modernen Erlebnispädagogik geht es um 

  • Persönlichkeitsentwicklung duch Förderung von Selbstwahrnehmung und Reflexionsfähigkeit·     
  • Soziale Kompetenz durch Förderung von Kooperations-, Kommunikationskompetenz und Konfliktfähigkeit·
  • Entwicklung eines systemischen Bewusstseins

Erlebnispädagogik findet an der EGS in verschiedenen Klassen statt.

1BKPR: Wahlpflichtfach im Rahmen der ErzieherInnenausbildung mit dem Schwerpunkt: Persönlichkeitsentwicklung. Am Ende des Schuljahres ein Wochenende im Erlebnispark Bergheide/ Stuttgart.

2BKSP: Wahlpflichtfach im Rahmen der ErzieherInnenausbildung mit dem Schwerpunkt: Weitergabe des Konzepts; Theorie der Erlebnispädagogik; Eigenständige Planung und Durchführung von erlebnispädagogischen Settings. Selbstgeplante Wochenendaktion (Klettersteig, Höhle...)

2BFHK2: 2 Unterrichtstunden zweiwöchig für alle KinderpflegerInnen im zweiten Ausbildungsjahr. Aufgrund räumlicher und zeitlicher Begrenzungen sieht man diese Gruppe öfter mal im Foyer... Aber Improvisation passt durchaus zum Fach.

BEJ und VAB: Erlebnispädagogik ist einer von mehreren Bestandteilen des Projekt- und Sozialkompetenz Unterrichts.

Neben dem Unterricht gibt es auch erlebnispädagogische Aktionen z.B. im Rahmen der Kennenlerntage der 2BFS oder des SG.

Bau einer Kletterwand in der Großsporthalle

Projektkurzbeschreibung:
Im Berufsvorbereitungsjahr wurde im Rahmen des Fachpraxisunterrichts Holz und der außerunterrichtlichen Arbeit das Projekt „Bau einer Kletterwand“ geplant. Nach der Fertigstellung der Wand wird im Rahmen des Erlebnispädagogikunterrichts ein Kletterangebot durchgeführt. Für diese SchülerInnen bedeutet das Projekt eine Chance zur Identifikation mit der Schule und dem Sport. Ziel dieser Ganztagesförderung ist auch die bessere Integration in Deutschland. Außerdem kann die Kletterwand künftig auch von anderen Schulen im Rahmen des Schulsports genutzt werden.

Bau der Kletterwand
Bau der Kletterwand
Bau der Kletterwand
Bau der Kletterwand

Einsatzmöglichkeiten der Kletterwand:

  • im Rahmen des ESF-Projektes Ganztagesförderung
  • im BVJ speziell im Rahmen von Erlebnispädagogik mit Schwerpunkt Klettern
  • im Rahmen des Schulsportunterrichtes für alle Schularten
  • im Rahmen des Wahlpflichtfaches Erlebnispädagogik in der Erzieherausbildung
  • an Schulsporttagen, Projektwochen und AG´s

Kooperationspartner:
Die Kletterwand entstand in Zusammenarbeit mit:

  • den Trägern der Schulen und der Großsporthalle: dem Landkreis Schwäbisch Hall und der Stadt Crailsheim
  • Realschule am Karlsberg Crailsheim
  • Gewerbliche Berufsschule Crailsheim
  • Kaufmännische Berufsschule Crailsheim
  • Eugen-Grimminger-Schule Crailsheim
Nutzung der Kletterwand
Nutzung der Kletterwand
Nutzung der Kletterwand
Nutzung der Kletterwand

Standort der Kletterwand:
In der Großsporthalle Crailsheim an der Oststeite.

Größe und Ausstattung:

  • ca. 53qm
  • 6 Umlenkungen für Toprope
  • 2 Vorstiegsrouten
  • Höhe ca. 7 Meter
  • 2 Überhänge

Routenplan der Kletterwand

Bauzeit: 15.02. bis 18.02.2005

Projektzeitraum: September 2004 bis April 2005

Entwurf, Planung und Beratung: Reality Wall Satteldorf – Herr Sauermann

Bau: Günther Schumann und Karl-Heinz Wieser – Fachlehrer der Eugen-Grimminger-Schule Crailsheim

Projektleitung und Koordination: Silke Mäurer, Eugen-Grimminger-Schule

Eindrücke und Arbeitsschritte

Weshalb ist für die Schulen eine Kletterwand sinnvoll?

Vielerorts wird vom Bewegungsfrust der Kinder und Jugendlichen gesprochen. Eine Alternative, wie die Motivation zu mehr Bewegung gesteigert werden kann, ist das Sportklettern.

Mit dem Angebot des Kletterns als Schulsport verfolgen wir das Anliegen, Schülern zu emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Erfahrungen zu verhelfen, die sich anregend, stabilisierend oder verändernd auf die reifende Persönlichkeit auswirken und die für das gegenwärtige und zukünftige Leben der Schüler von Bedeutung sind.

Künstliche Kletteranlagen sind hochattraktive und komplexe Sportanlagen, die von unterschiedlichen Schülergruppen genutzt werden können.
Klettern ist ein Bewegungsgrundform, die alle Schülergruppen mit Freude ausführen können.
Klettern ist ein einfaches „Entdecken“ von neuen sportlichen und psychischen Perspektiven und Horizonten.

Neben dem Effekt, dem Spaß, hat Klettern wesentliche positive Auswirkungen:

  • Leistungsförderung: Konditionelle Leistungsförderung, Koordination, Durchhaltevermögen, Konzentrationsfähigkeit, Risikobereitschaft, Gleichgewichtsfähigkeit usw.
  • Gesundheit: Allgemeine und körperliche Fitness verbessern, Beweglichkeit, Muskelaufbau, Zusammenhang zwischen psychischer Ausgeglichenheit und körperlichem Wohlbefinden, Ausgleich von Haltungsschäden, Förderung Bewegungslust
  • Spannung: Wagnisse aufsuchen, aushalten und lösen, sich vergleichen und wetteifern.
  • Miteinander: Verantwortung übernehmen und übergeben sowie Teamgeist und Fairness entwickeln z.B. bei der Verantwortung für die körperliche Unversehrtheit des Partners, Selbstübergabe in die Verantwortung des Sichernden, Übernahme von Verantwortung für sich selbst, verantwortlicher Umgang mit Ausrüstung.
  • Eindruck: Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern.
  • Ausdruck: Kletterbewegungen gestalten und individuellen Kletterstil finden

Wir danken den Sponsoren für die Beiträge zur Kletterwand

  • Fa. Autohaus Linke GmbH, Crailsheim
  • Fa. Elektro-Grimm, Crailsheim
  • Fa. Groninger & Co. GMBH, Crailsheim
  • Fa. Hugo Kett, Konditorei, Crailsheim
  • Fa. Karl-Heinz Mietz, Crailsheim
  • Fa. Sport-Leiberich, Crailsheim
  • Fa. TC- Ingrid Buckenmaier KG, Crailsheim
  • Fa. Textron Verbindungstechnik, Schrozberg
  • Förderverein der Eugen-Grimminger-Schule Crailsheim
  • Freundeskreis der Kaufmännischen Schule Crailsheim
  • Freundeskreis der Realschule am Karlsberg Crailsheim
  • Maschinenring Crailsheim
  • Milchwerk Crailsheim-Dinkelsbühl
  • ROTARY HILFE EV Crailsheim
  • Stiftung Sport in der Schule in Baden-Württemberg
  • Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung, Gewerbliche Schule Crailsheim

Einweihung der Kletterwand in der Großsporthalle Crailsheim

Seit April 2005 hat die Großsporthalle in Crailsheim eine Attraktion mehr – die Kletterwand.
Damit erweitert sich das sportliche Angebot für die Schülerinnen und Schüler im Schulzentrum um die attraktiven Freizeitsportarten Bouldern und Klettern. Auf 7,5m x 7m Fläche mit Überhängen befinden sich 12-14 Toprope-Routen und 2 Vorstiegsrouten im Schwierigkeitsbereich 3 – 7/8.

Entstanden ist die Idee zu dieser Kletterwand bei Frau Mäurer von der Eugen-Grimminger-Schule sowie bei ihrem Kollegen Herrn Rauscher von der Realschule am Karlsberg.

Nach der Planung der Kletterwand durch die Firma Reality Wall aus Satteldorf fand Frau Mäurer in den Praxislehrern Herrn Schumann und Herrn Wieser von der Eugen-Grimminger-Schule sowie bei Herrn Miesbach von der gewerblichen Schule tatkräftige Unterstützung beim Bau der Kletterwand. Auch Schülerinnen und Schüler packten mit an.

Die Schulleiterin der Eugen-Grimminger-Schule, Frau Technau, konnte auch in Zeiten knapper Kassen doch genügend Sponsoren finden, um die Unkosten für die Baumaterialien zu decken, unter ihnen die Förderkreise aller beteiligten Schulen und die Stiftung „Sport in der Schule" des Landes Baden-Württemberg, die von der AOK finanziell unterstützt wird.

Die Stadt Crailsheim und der Landkreis Schwäbisch Hall als Träger der Schulen und der Großsporthalle gaben schließlich grünes Licht zur Installation der Kletterwand.

Am 27. April 2005 konnte nun die Kletterwand im Rahmen einer Feierstunde eingeweiht werden.
Schulleiterin Frau Technau betonte in ihrer Eröffnungsrede die Schwierigkeiten der Finanzierung dieser Kletterwand in Zeiten finanzieller Engpässe bei Städten und Kommunen. Sie bedankte sich namentlich bei allen Sponsoren, die den Bau schließlich ermöglicht hatten, unter ihnen die Rotary Hilfe eV Crailsheim, die eine beträchtliche Summe dazu beisteuerte.

Grußworte von Herrn Gahei, dem Leiter des Landesinstituts für Schulsport

Der Direktor des Landesinstituts für Schulsport, Herr Gahei, der auch für die Stiftung „Sport in der Schule" sprach, betonte, dass diese gemeinsame Aktion mehrerer Schulen zum Wohle ihrer Schüler zeigt, dass auch Gutes an den Schulen geschieht, selbst wenn die Medien zur Zeit oft nur von negativen PISA-Ergebnissen und vom schlechten Lehrerimage zu berichten wissen. Anschließend begab sich die Schulleiterin der Realschule am Karlsberg, Frau Litak, persönlich in schwindelnde Höhen, um einen Scheck aus 7m Höhe zu bergen, den Herr Nittel von der AOK Schwäbisch Hall zur Förderung des Schulsports an Frau Technau überreichte.

PDF Dokument „Stiftung Kletterwand“

Frau Kurz überbrachte Grüße von Landrat Bauer

Frau Kurz, als Vertreterin von Landrat Bauer, und der Finanzbürgermeister der Stadt Crailsheim, Herr Rilk; beendeten den Reigen der Redner. Beide lobten das große Engagement der Schulleitungen und Kollegen, die diesen Bau auch ohne Gelder von Stadt und Landkreis ermöglichten.

Rahmenprogramm

Ein buntes Rahmenprogramm steuerten die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Karlsberg und die angehenden Erzieherinnen der Eugen-Grimminger-Schule bei. Das Publikum spürte förmlich mit welcher Begeisterung und Neugier, aber auch mit welcher Anspannung die jungen Akteure die Herausforderungen der Kletterwand meisterten. Die jüngeren Jahrgänge zeigten Spielformen im Boulderbereich (bis 2,5m Höhe) z.B. Gegenstände von einem Kletterer zum nächsten weiterreichen. Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher demonstrierten aus dem Fach Erlebnispädagogik das Toprope-Klettern und das Klettern im Vorstieg.

Die Brüder Sauermann von der Kletterhalle in Satteldorf zeigten schließlich mit artistischer Leichtigkeit, wie sie die Routen der Schwierigkeitsgrade 7 und 8 meistern. Am Ende der Einweihungsfeier hingen die fünf Buchstaben DANKE an der Wand – es durften sich all diejenigen angesprochen fühlen, die bei der Planung, der Finanzierung, dem Bau der Kletterwand und auch bei der Organisation und Gestaltung der Einweihungsfeier geholfen hatten.