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Schulgeschichte

Von der Industrie- und Arbeitsschule zur Haus- und Landwirtschaftlichen Schule Crailsheim

Die ersten berufsorientierten Schulen in Württemberg sind die Industrieschulen. Sie haben einerseits eine soziale Aufgabe (Berufliches Anlernen der ärmeren Bevölkerung) zu erfüllen, andererseits dienen sie als Mittel zur Gewerbeförderung und Konkurrenzfähigkeit durch qualifizierte Arbeitskräfte.

Um 1800 entsteht in Hornberg bei Kirchberg eine der ersten acht Industrieschulen Württembergs.

Hauswirtschaft
Hauswirtschaft
Landwirtschaft
Landwirtschaft

Hauswirtschaft

1877 gründen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Crailsheim eine Töchterarbeitsschule als Vollzeitschule, um Mädcheneine Fortbildungsmöglichkeit zu bieten. Crailsheim ist die 10. Gründungsstadt in Württemberg

1877 wird in Schrozberg eine private Haushaltungsschule vom Landwirtschaftlichen Bezirksverein gegründet. Bauerntöchter werden in fünf- bis sechsmonatigen Kursen unterrichtet. Sie besteht bis 1935.

1895 bis 1929 wird in Crailsheim in der Sonntagsschule unterrichtet, 1911 wird für die Mädchen das Fach Haushaltskunde aufgenommen.1929 wird die Fortbildungsschule (als Sonntagsschule) in Crailsheim in eine hauswirtschaftliche Berufsschule umgewandelt, die organisatorisch der Volksschule angeschlossen bleibt.

1940 bis 1945 ist der Unterricht nur eingeschränkt möglich.

1948 wird mit 135 Schülerinnen unter sehr schweren Bedingungen wieder mit dem Unterricht begonnen.

1951 werden alle Fachlehrerinnen (HHT) in die Abteilung Berufsschule am Oberschulamt übernommen.

1952 wird der ländlich-hauswirtschaftliche Berufsschulunterricht an der örtlich zuständigen Volksschule erteilt: in Bergbronn, Blaufelden, Crailsheim, Gerabronn, Honhardt, Kirchberg, Rot am See, Schrozberg, Stimpfach, Unterdeufstetten, Waldtann und Wildenstein. Im Kreis Crailsheim werden 550 bis 600 Schülerinnen in 40 Klassen unterrichtet.

Landwirtschaft

1937 wird die Ländliche Berufsschule als Tagesschule für junge Männer unter Trägerschaft der Stadt Crailsheim eingeführt. Es entstehen im Kreis Sammelklassen in Crailsheim im jährlichen Wechsel mit Satteldorf/Gröningen, in Gründelhardt, Honhardt, Mariäkappel, Stimpfach, Waldtann und Wildenstein.

1938 wird die Ländliche Berufsschule in „Landwirtschaftliche Berufsschule“ mit zunächst zweijähriger Berufsschulpflicht umgewandelt. Volksschullehrer erhalten eine fachwissenschaftliche Zusatzausbildung.

1939 werden im neuen Großkreis Crailsheim drei Zweckschulverbände der Landwirtschaftlichen Berufsschule gebildet.

1951 werden die drei Zweckschulverbände zur Landwirtschaftlichen Kreisberufsschule unter Trägerschaft des Landkreises Crailsheim zusammengeschlossen. Aus Mangel an einem geeigneten Schulgebäude bleibt der de-zentrale Unterricht an bis zu 16 Schulorten im Kreis erhalten. Die Schulräume werden von den Gemeinden weiterhin gestellt. Ab 1952 gilt die dreijährige Berufsschulpflicht.

1956 wird die Ländliche Hauswirtschaftliche Berufsschule mit der Landwirtschaftlichen Kreisberufsschule zur Haus- und Landwirtschaftlichen Kreisberufsschule unter Leitung von Landwirtschaftsoberlehrer Härlin zusammengeführt. Da es kein entsprechendes Schulgebäude gibt, werden die Klassen weiter dezentral unterrichtet.

1956 entsteht die Städtische Hauswirtschaftliche Berufsschule, selbstständige Berufsschulklassen unter Trägerschaft der Stadt Crailsheim. Sie ist eine Weiterentwicklung der Frauenarbeitsschule, die aus der Töchterarbeitsschule entstanden ist. Unterrichtet wurde in Räumen der Spitalschule, der Leonhard-Sachs-Schule, der Gewerblichen, Kaufmännischen und Landwirtschaftsschule, teilwiese auch in der Volksbank und der Süddeutschen Vereinigung.

Erweiterung des Bildungsangebotes:

1966 wird die Berufsaufbauschule der Fachrichtung Land- und Hauswirtschaft eröffnet.

1971 wird die Zweijährige Berufsfachschule in den Profilen Hauswirtschaft und Landwirtschaft eingerichtet.

Integration und Ausbau des Bildungsangebotes

Integration und Ausbau des Bildungsangebotes der Haus- und Landwirtschaftlichen Schule im neuen, eigenen Haus in den Kistenwiesen 6:

1973 wird der Schulhausneubau nach fünfjähriger Planungs- und Bauphase im Berufsschulzentrum eingeweiht. Die ländliche und städtische Hauswirtschaft und die Landwirtschaft werden unter einem Dach vereint:

1973 Berufsschule in den Profilen Landwirtschaft, Ländliche Hauswirtschaft, Städtische Hauswirtschaft in Teilzeit. Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Schwäbisch Hall.

1973 Die Einjährige Hauswirtschaftliche Berufsfachschule (Vollzeit, 1 Jahr).

1973 Die Berufsaufbauschule (Vollzeit, 1 Jahr) bis 1973

1973 Neu: Einrichtung der Fachschule für Sozialpädagogik (Vollzeit schulische Berufsausbildung, 2 Jahre).

1973 Neu: Einrichtung des Hauswirtschaftlich-sozial-pädagogischen Berufskolleg I

1974 Einrichtung der Sonderberufsfachschule für Jugendliche ohne Hauptschulabschluss (Vollzeit, 1 Jahr) bis 1985

1978 wird die Grundstufe des Hotel- und Gastgewerbes in Blockbeschulung.(Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) eingerichtet.

1980 Einrichtung des Berufsgrundbildungsjahres für Ernährung und Hauswirtschaft für ca. 3 Jahre

1984 Einrichtung des Berufsvorbereitungsjahres für Mädchen ohne Förderschul-, Hauptschulabschluss oder ohne Ausbildungsplatz.

1985 wird das Angebot der Sozialpädagogischen Ausbildungsmöglichkeiten durch die Zweijährige Berufsfachschule für Kinderpflege erweitert.

1986 wird das Berufsvorbereitungsjahr für alle Jugendlichen ohne Ausbildungsverhältnis Pflichtschule. Die Schülerinnen im Kreis Schwäbisch Hall haben nun nach einem Jahr Vollzeitunterricht ihre Berufsschulpflicht erfüllt.

1987 wird insbesondere auf Wunsch der Ausbilder in der Landwirtschaft die landwirtschaftliche Vollzeitklasse im ersten Ausbildungsjahr eingeführt. (Alleinstellungsmerkmal im Landkreis).

1988 wird der ländliche Raum in Sachen Bildung durch die Konzeption der Erwachsenenbildung aufgewertet. Mit dem Einzug der Zweijährigen Berufsfachschule zum Erwerb von Zusatzqualifikationen begibt sich die Schule nun auch in den Bereich der berufsbegleitenden Erwachsenenbildung. Das Schulhaus ist nun auch am Abend belegt, die „SchülerInnen“ sind Erwachsene und damit beginnt auch eine neue Ära des Unterrichtens. Erwachsenenpädagogik wird in der Schule thematisiert.

Die Schule beginnt mit nachfolgenden Bereichen:

  • Agrarinformatik - bis 1992
  • Gesundheit-Ernährung-Erziehung bis Schuljahr 1999/2000
  • Nebenerwerbslandwirtschaft - bis heute

1995 erweitert die Fachschule für Organisation und Führung das Angebot in der Erwachsenenbildung - seit 2007 in der Regel im Zwei-Jahresrythmus. Die Schule öffnet sich weiter und beginnt mit dem neuen Ausbildungsbereich des Managements.

1998 Die Berufsfachschule für Sozialpflege in Teilzeit - bis einschließlich Schuljahr 1999/2000 soll schulmüden Jugend-lichen durch die geteilte Form von Praxis (3 Tage) und Schule (2 Tage) ein praxisorientiertes Angebot machen. Dies wird jedoch nur 3 Schuljahre angenommen.

1998 Mit der Zweijährigen Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege erweitert die Schule von Profilen.

Die Namensgebung

2001 am 26. Januar erhält die Haus- und Landwirtschaftliche Schule Crailsheim einen Schulnamen. Der Namensgeber ist Eugen Grimminger.

2001 Berufskolleg Gesundheit und Pflege I (Alleinstellungsmerkmal im Landkreis SHA). Die beiden hauswirtschaftlichen Schulen im Kreis sprechen sich ab: in Schwäbisch Hall wird nun immer das Berufskolleg I für Ernährung und Hauswirtschaft angeboten, in Crailsheim das Berufskolleg I für Gesundheit und Pflege aufgebaut.

2004 engagiert sich die Schule für ein EFS-Projekt im Bereich Berufsvorbereitungsjahr. Migranten erhalten eine ganzheitliche und ganztägliche Beschulung. Durch den drastischen Rückgang an Migranten in Crailsheim kommt es zu keinem Wiederholungsjahr in diesem Bereich.

2005 Die Zweijährige Berufsfachschule Labortechnik wird der Schule zugeteilt. Die alte Zweijährige Berufsfachschule für Landwirtschaft wird „Opfer“ der Reform der Zweijährigen Berufsfachschulen. Es gelingt, ein Spezifikum für das Profil Landwirtschaft innerhalb der Labortechnik zu kreieren. Dies wird anerkannt und den erfolgreichen Absolventen wird weiterhin der Abschluss als 1. Lehrjahr in der Ausbildung zum Landwirt / zur Landwirtin anerkannt. (Alleinstellungsmerkmal für beide Profile im Landkreis SHA).

2006 Das Berufseinstiegsjahr mit den Profilen Gastronomie – Hauswirtschaft – Pflege wird aufgebaut. Es löst durch eine Reform des Berufsvorbereitungsjahres die vorhergehende Beschulungsform von Jugendlichen ohne Ausbildungs- oder weiterbildenden Schulplatz ab.

2006 wird der Abendschulbereich durch die 2BFQ – Anleiter/-innen erweitert. Die Weiterbildung im Bereich Praxisanleitung dient der Schulung aber auch als Stärkung der qualitativen Zusammenarbeit mit den Anleiter/-innen im Sozialpädagogischen Bereich.

2008 Durch die Einrichtung der Zweijährige Berufsfachschule für Gastronomie (Alleinstellungsmerkmal im Landkreis SHA) wird ein weiteres Profil der 2 BFS an der Schule aufgebaut.

2008 Die politische Entscheidung, allen Kindern einen Kindergartenplatz zu ermöglichen, führt zur Einrichtung der 2BFQ - Unter 3-Jährige Erzieher/-innen werden in diesem neuen Bereich weitergebildet und so auf die Zukunft vorbereitet.

2009 wird in Baden-Württemberg das Profil Sozialpädagogik im Bereich der beruflichen Gymnasien geöffnet. Dies führt zur Einrichtung des Sozialwissenschaftliches Gymnasiums (Alleinstellungsmerkmal im Landkreis SHA). Die Schule baut nun erstmals eine gymnasiale Oberstufe auf.

2012 Einführung der Vorqualifizierung Arbeit/Beruf für Schüler/-innen ohne Hauptschulabschluss. Diese Schulform löst das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) ab.

Schulvorstände und Schulleiter/-innen

Die Übersicht der Schulvorstände und Schulleiter/-innen können Sie sich als Pdf Datei herunterladen und ausdrucken. Schulvorstände und Schulleiter/-innen der EGS

Heute bietet die Eugen-Grimminger-Schule Crailsheim ein vielfältiges Angebot an beruflichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Neben beruflichen Abschlüssen werden auch allgemeinbildende Abschlüsse verbunden mit beruflichem Grundwissen vermittelt: Hauptschulabschluss, Fachschulreife (Mittlerer Bildungsabschluss), Fachhochschulreife, Allgemeine Hochschulreife.